Mittelverschreibung

Der Patient bekommt das für ihn ausgesuchte Einzelmittel normalerweise in einer Dosis oder einer Doppeldosis je nach Fall und Potenz. Das heißt, er oder sie muss es dann nicht ständig einnehmen, sondern das Mittel soll die Selbstheilungskraft stimulieren und den Heilungsprozess ins laufen bringen. (Ähnlich wie mit dem Zündschlüssel der Motor in Gang gesetzt wird. Würde man bei einem laufenden Motor ständig am Schlüssel rumdrehen, würde der Ablauf gestört.)

Grundsätzlich soll eine Wiederholung des Mittels erst vorgenommen werden, wenn das Mittel nicht mehr wirkt. Das kann bei hohen Potenzen unter Umständen Wochen bis Monate dauern. Je nach dem reicht auch eine einmalige Gabe.

Falls der Heilungsverlauf eindeutig nicht in die gewünschte Richtung geht, muss das Mittel gewechselt werden.

Bei LM-oder Q-potenzen ist die Dosierung anders; sie sind meist in Tropfenform und dürfen häufiger eingenommen werden.

Bei korrekter Anwendung hat das homöopathische Mittel keine toxischen Nebenwirkungen, dennoch: Homöopathische Arzneimittel sollten wie alle anderen Medikamente mit Bedacht und Zurückhaltung eingesetzt werden. Es gilt jeweils zu überprüfen, ob überhaupt ein Mittel nötig ist, oder ob es nur etwas Ruhe und Zeit zur Genesung braucht!