Geschichte

Als Begründer der Homöopathie gilt der deutsche Arzt Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann, 1755 – 1843. Hahnemann war ein vielseitig begabter Mensch, der nebst seinem Medizinstudium sich grosse Kenntnisse in Chemie und Pharmazeutik erwarb. Er sprach mehrere Sprachen. (Latein, Griechisch, Hebräisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Syrisch) Somit konnte er sich während seines Studiums und auch danach, als er nach 2 Jahren Praxistätigkeit aus Gewissensgründen seine ärztliche Praxis aufgab, seinen Lebensunterhalt mit Übersetzungen verdienen. Dabei konnte er es nicht lassen, das Geschriebene kritisch zu überprüfen.

1790 übersetzte er ein medizinisches Werk in dem es hiess, dass Chinarinde (=die Rinde des Chinabaumes) wegen ihrer magenstärkenden Wirkung gegen Malaria helfe. Er bezweifelte, dass diese Begründung stimme und beschloss einen Selbstversuch durchzuführen, den legendären „Chinarindenversuch".
Dabei nahm er während ein paar Tagen immer wieder kleine Mengen dieser Substanz ein und entwickelte daraufhin Symptome, welche sich wie diejenigen von Wechselfieber = Malaria anfühlten. Nach einiger Zeit klangen diese Symptome wieder ab und wiederholten sich erst nach erneuter Einnahme von Chinarinde.

So kam ihm der Gedanke, dass eine Substanz, welche beim gesunden Menschen ganz bestimmte Symptome hervorrufen kann (wie zum Beispiel die Chinarinde bei ihm) eben diese Symptome bei einem kranken Menschen, heilen kann. (Die Ähnlichkeitsregel wurde schon viel früher z.B. auch von Hippokrates, 460-361 v.Chr. erwähnt aber nicht weiter in dieser Art ausgearbeitet) In Bezug auf die Chinarinde und Malaria, war dies für Hahnemann eine einleuchtende Erklärung. Hahnemann war fasziniert von diesem Gedanken. Er begann verschiedenste Substanzen zuerst an sich selber, dann an Familienmitgliedern und Freunden zu prüfen.
Um die Giftigkeit und eventuell bleibende Schäden dieser Substanz zu verringern, verdünnte er sie. Merkte aber, dass sich damit auch die Wirksamkeit verringerte. Daraufhin entwickelte er die so genannten Potenzierungen, in dem er die Substanzen verrieb und verschüttelte.